Unser Fahrradträger compact 2e+1 ist garantiert sicher und hält beim Citycrash!

Stiftung Warentest „Fahrradträgertest“ völlig realitätsfremd 

Die wichtigste Aussage zu Beginn: unser Fahrradträger compact 2e+1 ist garantiert sicher und hält beim Citycrash! Die Sicherheit unserer Produkte steht bei der Entwicklung an erster Stelle. Entsprechend haben wir das Modell compact 2e+1 vor Stiftung Warentest bei einem namhaften Prüfinstitut einem Citycrash (30km/h) in Anlehnung an DIN 75303 unterzogen. Das Ergebnis des Crashtests ist i.O. – der Fahrradträger verbleibt am Fahrzeug, die Fahrräder verbleiben am Fahrradträger.

Wir haben Stiftung Warentest bereits im November 2020 darüber informiert, dass bei dem von ihnen getesteten Produkt compact 2e+1 ein gravierender Anwendungsfehler vorgelegen haben muss und die Vorgaben der Bedienungsanleitung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten wurden. Wir sind uns sicher, dass der Fahrradträger nicht ordnungsgemäß gespannt wurde und haben dies ausführlich und nachprüfbar begründet. Die jetzt von Stiftung Warentest veröffentlichten Bilder und Videoaufzeichnungen bestärken unseren Verdacht.

Stiftung Warentest hat bis heute nicht auf unsere Erläuterungen reagiert. Stattdessen ist erneut zu beobachten, dass das sog. „Objektive Prüfinstitut“ zu leichtfertig mit seiner Marktmacht umgeht. Zurecht steht Stiftung Warentest zunehmend mit fragwürdigen und realitätsfremden Tests öffentlich in der Kritik. Für Hersteller wie uns stellt sich mittlerweile die absurde Frage: Entwickle ich ein Produkt, damit es (hoffentlich) ein gutes Testergebnis bei Stiftung Warentest erhält oder entwickle ich ein sicheres und innovatives Produkt, das den Ansprüchen des Endkunden entspricht?

Crashtest-Aufbau völlig realitätsfremd – Anhängekupplung ohne Auto!

Haben Sie zum Beispiel schon mal eine Anhängekupplung gesehen, die ohne Auto daherkommt? Der Citycrash soll möglichst realitätsnah den Aufprall eines Autos mit 30 km/h simulieren. Bei einem Aufprall mit 30 km/h wird der Fahrradträger spätestens nach 40 cm zusätzlich vom Heck des Autos gebremst – vorne ist das Auto garantiert Schrott. Wichtig ist, dass dabei Fahrradträger und Fahrräder am Auto verblieben, damit keine (umstehenden) Personen verletzt werden. Diese Sicherheit ist mit unserem Fahrradträger absolut gegeben (siehe Video oben)! Andere unabhängige Prüfinstitute planen explizit das Heck des Autos in ihren Versuchsaufbau mit ein, um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Der Versuchsaufbau von Stiftung Warentest ist dagegen ohne Auto völlig realitätsfremd – und entspricht zudem nicht DIN 75303.

Nachfolgend möchten wir Auszüge aus unserer Stellungnahme an Stiftung Warentest vom 23.11.2020 veröffentlichen:

Sehr geehrter Herr [xxx],

vielen Dank für Ihre Nachricht und das Zusenden der [xxx]. Wir konnten diese gründlich sichten und im Unternehmen besprechen.

Für uns ist das Bestehen des Crashtests innerhalb Ihres Tests fundamental wichtig. Entsprechend legen wir bei der Entwicklung unserer Produkte großen Wert auf Sicherheitsprüfungen und haben auch das Modell compact 2e+1 einem Crashtest in Anlehnung an DIN 75303 unterzogen. Die nachfolgenden Informationen dienen ausschließlich zu Ihrer internen Verwendung und sind vertraulich zu behandeln:

Testdatum: [xxx].2020
Testobjekt: compact 2e+1 für 2 Fahrräder (Serienprodukt)
Montage des Trägers: 2 Mal nachgespannt (ca. 47 kg Kraftaufwand)
Gewicht der Fahrräder: jeweils 30 kg
Geschwindigkeit beim Aufprall: 30 km/h
Max. Verzögerung 12 g bei 66,65 ms

Das Ergebnis des Crashtests war i.O. – der Fahrradträger verblieb am Fahrzeug, die Fahrräder verblieben am Fahrradträger. [xxx]

Wir können daher nicht nachvollziehen, wie es bei Ihrem Test zum Totalausfall „Träger hat sich komplett gelöst“ kommen konnte. Dieses Ergebnis ist auch in Bezug auf die anderen Ergebnisse der dynamischen Fahrprüfung unschlüssig, bei denen der Träger laut Ihrer Tabelle grundsätzlich keine größeren Schwächen aufweist. Falls ein Modell grundlegende Probleme beim Halt auf der AHK aufweist, äußert sich das normalerweise auch beim Spurwechsel- oder Bremsschwellentest – was beim compact 2e+1 laut Ihrer Tabelle nicht der Fall ist.

Wie kann er also bei Ihrem Crashtest völlig versagen, wenn wir einen i.O.-Crashtest in unseren internen Unterlagen haben?

[xxx]

Wir möchten Sie daher bitten, uns weiterführende Informationen zum Crashtest zu übermitteln [xxx].

Bis dahin müssen wir davon ausgehen, dass die Montage des Fahrradträgers nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Diese Vermutung machen wir anhand folgender Angabe in Ihrer Tabelle fest, die für uns schwerwiegend ist:

Montageanleitung, Zeile [xx]: das Drehmoment oder die Kraft, wenn es erforderlich ist, ein bestimmtes Drehmoment für ein Befestigungselement aufzubringen, um den Hecklastträger an einem Fahrzeug zu befestigen (kg)

  • Sie notieren „keine Angabe“.
  • In unserer Bedienungsanleitung sind allerdings tatsächlich konkrete Angaben zur Montage des Trägers am Fahrzeug zu finden, darunter auch die Angabe zur Kraft, die dabei aufzuwenden ist.  [Anmerkung: Die Bedienungsanleitung ist auf unserer Homepage im Bereich „Downloads“ frei zugänglich]
    • Seite 12, Hinweisbox „Achtung“: Der Fahrradträger muss für einen sicheren Halt auf der AHK min. ein Mal nachgespannt werden. Sie können den Halt selbst testen, indem Sie den Träger an beiden Griffen greifen und versuchen, ihn horizontal auf der AHK zu verdrehen.
    • Seite 12/13, Montageschritt 10.1 und 10.2 „Nachspannen durchführen“
    • Seite 13, Hinweisbox „Achtung“: Drücken Sie die rechte Seite mit mindestens 47 kg nach unten. Sollten Sie diese Kraft nicht erreichen, den Vorgang wiederholen.
    • Darüber hinaus verweisen wir immer wieder auf akustische Signale („Klick“, Montageschritt 08/09/10), die beim Nachspannen und Verriegeln hörbar sein müssen, damit der Träger korrekt montiert ist.
    • Sollten diese Vorgaben nicht eingehalten werden können oder sich Fragen ergeben, weisen wir darauf hin, den Kundenservice zu kontaktieren (Seite 7). Im Zweifel kann der Fahrradträger immer mehrmals nachgespannt werden. Genau zu diesem Zweck wurde die Nachspann-Funktion entwickelt.

Wie oft der Fahrradträger genau nachgespannt werden muss, kann nicht pauschal festgelegt werden und ist abhängig vom Zustand des Kugelkopfes. Dass der Kugelkopf der AHK exakt der Norm (Durchmesser 50 mm) entspricht, ist eine Wunschvorstellung. In der Realität ist man von lackiertem Kugelkopf (größer als die Norm) bis hin zu stark abgenutztem Kugelkopf (kleiner als die Norm) mit allen möglichen IST-Zuständen konfrontiert. Unsere Nachspann-Funktion erlaubt es dem Verbraucher, einfach die optimale Spannkraft zu erreichen, ohne vorher Einstellungen vornehmen zu müssen. Die optimale Spannkraft kann bereits nach einmal Nachspannen oder auch erst nach fünf Mal Nachspannen erreicht werden. Die einzige Vorgabe lautet: Nachspannen, bis mindestens 47 kg Spannkraft erreicht sind. Die rechte Seite des Trägers wird dabei ca. 10 cm angehoben, bis ein „Klick“ zu hören ist. Anschließend wieder nach unten drücken, ggf. Vorgang wiederholen.

Laut Ihrer Angaben wies unser Fahrradträger ebenfalls Schwächen bei der Vollbremsung auf – eine ähnliche Belastung wie beim Crashtest. Auch hier sehen wir einen wiederholten Hinweis auf einen Montagefehler (nicht ordnungsgemäß nachgespannt). Wir haben versucht, Ihr Ergebnis nachzuvollziehen und haben die Vollbremsung von 80 km/h sowie 15 km/h bis zum Stillstand reproduziert.

Versuchsgegenstand: compact 2e+1 für 2 Fahrräder
Zuladung: 2 Fahrräder (jeweils 30 kg pro Fahrrad)
Testfahrzeug: BMW X3, 12 Jahre alt, stark genutzte AHK (regelmäßiger Anhängerbetrieb)

Folgende Ergebnisse konnten wir feststellen:

Versuch Anzahl Spannvorgänge Kraft beim Spannen Ergebnis der Vollbremsung
1 Rechte Seite einmal nach unten geklappt (Träger nur verriegelt) ca. 30 kg Träger bewegt sich Richtung Fahrzeug, Fahrräder touchieren das Fahrzeug
2 Träger einmal nachgespannt ca. 32 kg Träger hebt sich leicht an, keine Schäden am Fahrzeug
3 Träger zweimal nachgespannt ca. 42 kg i.O.
4 Träger dreimal nachgespannt ca. 47 kg i.O.

 

Ähnliche Ergebnisse erzielten wir während der „Trockenübungen“, bei denen wir die Spannkraft während der einzelnen Spannvorgänge dokumentierten und den Halt des Fahrradträgers getestet haben [Anmerkung: Bild und Videomaterial wurde angehängt]. Jeder Spannvorgang wurde mit einem Kraftmesser durchgeführt, die Messergebnisse sind in den Videos sichtbar. Ihr Ergebnis „Träger touchierte das Fahrzeug“ liefert somit den Verdacht, dass die Spannkraft im Bereich 30 – 35 kg lag und damit zu gering war. [Anmerkung: Der Träger hätte laut Bedienungsanleitung mit min. 47 kg gespannt werden müssen.]

Da wir in Ihren Unterlagen keine weitere Protokollierung zur Montage des Trägers am Kugelkopf auffinden konnten, möchten wie Sie bitten, uns weiterführende Informationen zu Ihrem Montageablauf zukommen zu lassen.

Zusätzlich sind uns weitere Unstimmigkeiten aufgefallen, die wir in der Tabelle gekennzeichnet haben.

[Anmerkung: Wir haben zum Beispiel darüber informiert, dass unser Fahrradträger zwei prominent sichtbare Tragegriffe (Alu-Rundrohe) im zusammengefalteten Zustand am oberen Ende des Trägers hat. Beide Tragegriffe werden im verpackten Zustand von der Aufbewahrungstasche offengelassen. Stiftung Warentest notiert im Testergebnis dennoch „kein Tragegriff vorhanden“.]

Wir möchten Sie bitten, bis zur Klärung der Angelegenheit die Testergebnisse zu unserem Modell nicht zu veröffentlichen.

Aufgrund der riesigen Diskrepanz zwischen Ihrem Crashtest-Ergebnis und unserem sehen wir eigentlich nur eine Möglichkeit, um eine valide und objektive Aussage für den Verbraucher treffen zu können: einen dritten Crashtest.

Mit freundlichen Grüßen
[mft]